Bis bald ihr Lieben

Was für ein Jahr … Ich weiß ja nicht, wie es euch mit 2022 geht, aber wenn ich so über mein vergangenes Jahr reflektiere, stelle ich fest, dass es sehr viel zu bieten hatte. Eine große, bunte Palette von Erfahrungen. Einige „Mache-ich-zum-allerersten-Mal“-Erlebnisse, die Mut und Neugier erforderten. Einige „Mir-geht-es-richtig-dreckig“-Erfahrungen, die Zuversicht und Durchhaltevermögen geschult haben. Einige „Das-ist-so-schön-und-ergreifend-dass-ich-vor-Glück-überlaufe“-Momente, die mich daran erinnerten, welch Geschenk so ein Menschenleben ist und was es heißt, lebendig zu sein.

Rein fachlich habe ich dieses Jahr noch einmal unglaublich viel dazugelernt. Sowohl über die Inhalte, die ich als Lehrerin für Achtsamkeit und Meditation in die Welt tragen möchte, als auch darüber, wie ich meinen Unterricht für Menschen verschiedenster Gruppen inklusiv und ermächtigend gestalten kann. Nicht nur weltpolitisch, sondern auch in meiner weiterführenden Ausbildung waren die Themen von einer gewissen Schwere geprägt, beispielsweise, wenn wir uns mit der Vergänglichkeit allen Seins, Selbsttötung und Trauma beschäftigten.

So herrschen bei mir nun zum Jahresende zwei Wünsche vor: Erstens wünsche ich mir Pause und Raum zum Verarbeiten. Glücklicherweise habe ich bereits im Sommer das Neujahrs-Retreat des European Institute of applied Buddhism gebucht, wohin ich mich zwischen den Jahren zurückziehen werde. Dort werde ich auch noch einmal versuchen, diese Reise der Zusatzausbildung zur Achtsamkeitsmeditationslehrerin der vergangenen zwei Jahre bewusst anzusehen. Von dem Moment, als der Gedanke, ich könnte es – zeitlich, finanziell und kognitiv – tatsächlich schaffen, neben einem „Beruf bei Tage“ und einem ausgefüllten Privatleben diese Ausbildung zu machen, Schmetterlinge in meinem Bauch flattern ließ, über einige tiefgreifende Erkenntnisse über mich selbst und die Zusammenhänge des Lebens in den gemeinsamen Unterrichtseinheiten und Meditationen sowie ganz neues Wissen über geschultes Unterrichten und wissenschaftliche Hintergründe der modernen Achtsamkeitslehre bis hin zu dem Moment, als ich vor ein paar Tagen meine Abschlussprüfung absolvierte. Zweitens wünsche ich mir Zeit, um innerlich nochmal zu den ganz essenziellen Gründen zurückzukehren, warum die Achtsamkeit und die Meditation mich gesucht und schließlich als Lehrerin gefunden haben. Um das breite und fundierte Fachwissen, das ich mir in den vergangenen zwei Jahren aneignen durfte, in meine ganz persönliche Motivation und Intention als Lehrerin zu integrieren.

Für diese Dinge nehme ich mir nun Zeit. Am 6. Januar beginne ich wieder mit Angeboten für euch. Was im Januar und Februar geplant ist, könnt ihr bereits auf der Seite Kurse & Treffen nachlesen.

Von Herzen wünsche ich euch, dass ihr Weihnachten so verbringt, dass es eurem Wesen entspricht. Und dass ihr Gründe findet, euch zu freuen, euch aufrichtig dankbar und geliebt zu fühlen. Ich durfte mich dieses Jahr über viele schöne Begegnungen mit euch freuen, bin aufrichtig dankbar für jede(n) von euch, der/die sich während unserer gemeinsamen Zeit geöffnet und Neues erkannt oder an Altes erinnert hat, und fühle mich als Teil der Natur und eines internationalen Netzes aus feinfühligen und bewussten Wesen zugehörig, geliebt und gut aufgehoben.

Bis zum nächsten Jahr …

Eure Saskia

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